Traktandum 1

Jahresrechnung 2001

Bestandesrechnung

Das Eigenkapital verminderte sich im Berichtsjahr um Fr. 31'000 Aufwandüberschuss der Laufenden Rechnung von Fr. 3'382'000 auf Fr. 3'351'000.

Eine Abnahme der flüssigen Mittel um Fr. 561'000 von Fr. 1'342'000 anfangs Jahr auf Fr. 781'000 zum Jahresende wird durch eine diesen Betrag übersteigende Verminderung der laufenden Verpflichtungen mehr als kompensiert. Insgesamt hat sich die knappe Liquiditätslage ungefähr wieder auf den Stand von Ende 1999 verbessert.

Investitionsrechnung

Die Nettoinvestitionen des Jahres 2001 belaufen sich bei budgetierten Fr. 111'000 schliesslich auf Fr. 85'000. Ohne die Auflösung einer älteren Rückstellung für Investitionsbeiträge würden die Nettoinvestitionen um Fr. 50'000 höher, d.h. bei Fr. 135'000 liegen. Dazu ist zu bemerken, dass im Voranschlag die aufgrund eines Spezialbeschlusses der Gemeindeversammlung vorgenommene Friedhofserneuerung nicht enthalten war.

Zulasten der Investitionsrechnung wurden im Jahre 2001 Investitionsbeiträge von Fr. 27'000 an das Bezirksspital verbucht. Im weiteren wurden Fr. 21'000 für die Sanierung diverser Strassen und nach Verrechnung einer Rückstellung von Fr. 15'000 ein Betrag von Fr. 42'000 für die Erneuerung des Friedhofes aktiviert. Für die Sanierung von Gemeindestrassen wurden Fr. 21'000 über die Investitionsrechnung verbucht; weitere Fr. 18'000 sind der Laufenden Rechnung belastet worden. Im Bereich „Siedlungsentwässerung„ wurden Investitionsbeiträge von Fr. 27'000 an die ARA Knonau sowie für das Generelle Entwässerungsprojekt GEP Fr. 38'000 aufgewendet, denen eingenommene Anschlussgebühren von Fr. 18'000 gegenüberstehen, sodass in diesem Bereich Nettoinvestitionen von Fr. 47'000 entstanden sind.

Laufende Rechnung

Zusammenzug nach Sachgruppen (JR Seite 3)

  JR 2000 JR 2000 VA 2001 VA 2001 JR 2001 JR 2001
 

Aufwand

Ertrag

Aufwand

Ertrag

Aufwand

Ertrag

Personalaufwand

469'166   454'000   413'570  

Sachaufwand

371'195   419'500   392'019  

Passivzinsen

3'711   6'000   5'842  

Abschreibungen

255'857   228'600   224'954  

Andere Gemeinden

244'996   451'000   731'797  

Betriebs-/Defizitbeiträge

406'762   435'000   499'089  

Einlagen Spezialfinanz.

35'355   5'000   35'573  

Interne Verrechnungen

199'006   213'300   203'862  

Steuern

  726'368   645'000   738'721

Regalien/Konzessionen

  70        

Vermögenserträge

  163'180   141'000   162'437

Entgelte

  236'713   252'700   281'866

Beiträge ohne Zweckbind.

  289'952   629'000   887'961

Rückerst. Gemeinwesen

  75'907   63'000   90'740

Beiträge für eig. Rechnung

  81'142   81'000   109'714

Entnahmen Spezialfinanz.

  57'617   0   0

Interne Verrechnungen

  199'006   213'300   203'862

Ertrags-/Aufw.überschuss

  156'093   187'400   31'405

Die wesentlichen Erläuterungen zur Laufenden Rechnung sind im nächsten Abschnitt zum Zusammenzug nach Aufgabenbereichen enthalten. An dieser Stelle trotzdem einzelne Hinweise zum Zusammenzug nach Sachgruppen:

Bei der Sachgruppe „Andere Gemeinde„ handelt es sich zur Hauptsache um Aufwand für die anteilsmässige Weitergabe der in der Sachgruppe „Beiträge ohne Zweckbindung„ als Ertrag erfassten Finanzausgleichszahlungen an die Schulgemeinden. Saldiert betrachtet ergibt sich aus diesen beiden Positionen für die politische Gemeinde ein effektiver Ertrag von Fr. 156'000 gegenüber budgetierten Fr. 178'000.

Die Betriebs-/Defizitbeiträge umfassen im wesentlichen die Betriebskostenbeiträge an die Zweckverbände wobei die Abweichung vom Voranschlag hauptsächlich auf Mehraufwendungen für das Bezirksspital zurückzuführen sind.

Die Mehrerträge bei den Steuern gehen vor allem auf höhere Steuereinnahmen aus früheren Jahren zurück, die in den Erläuterungen zum Zusammenzug nach Aufgabenbereich kommentiert sind.

In den „Rückerstattungen Gemeinwesen„ ist im wesentlichen die Entschädigung des Kantons und der Schul-/Kirchgemeinden für den Steuerbezug durch die politische Gemeinde enthalten.

Die „Beiträge für eigene Rechnung„ beinhalten die Bundes- und Staatsbeiträge in den verschiedensten Bereichen.

Bei den internen Verrechnungen gleichen sich Aufwendungen und Erträge wie vorgesehen aus.

Zusammenzug nach Aufgabenbereichen (JR Seite 4)

  JR 2000 JR 2000 VA 2001 VA 2001 JR 2001 JR 2001
 

Aufwand

Ertrag

Aufwand

Ertrag

Aufwand

Ertrag

Behörden - Verwaltung

440'478   460'000   422'960  

Rechtsschutz - Sicherheit

122'279   128'000   100'216  

Bildung

3'736   4'000   4'590  

Kultur - Freizeit

32'113   31'000   32'436  

Gesundheit

72'387   78'000   144'219  

Soziale Wohlfahrt

180'325   200'000   175'339  

Verkehr

90'131   113'000   94'919  

Umwelt - Raumordnung

38'174   60'000   76'056  

Volkswirtschaft

  4'919 3'000     32'240

Finanzen - Steuern

  818'611   889'600   987'090

Ertrags/Aufw.-überschuss

  156'093   187'400   31'405

BEHÖRDEN - VERWALTUNG

In den Positionen „Legislative„ und „Exekutive„ bewegen sich die Aufwendungen im Rahmen der Budgetvorgaben. Eine kleine Abweichung bei den Gemeinderatsentschädigungen ist auf leicht höhere Ansätze in der neuen Besoldungsverordnung zurückzuführen. Die wesentlichsten Einsparungen gegenüber dem Voranschlag wurden beim Lohn des Verwaltungspersonals erzielt. Einem entsprechenden Aufwand (inkl. Sozialleistungen und Aushilfsentschädigungen) im Vorjahr von Fr. 340'000 stand im Jahre 2001 ein Voranschlagsbetrag von Fr. 313'000 bzw. ein tatsächlicher Aufwand von Fr. 285'000 gegenüber. Der Minderaufwand von fast Fr. 30'000 gegenüber dem Voranschlag ist vornehmlich darauf zurückzuführen, dass die bewilligten Stellenprozente von 250% für die Gemeindeverwaltung nicht voll beansprucht werden mussten. Für die Verwaltungsliegenschaften war ein Aufwandüberschuss von Fr. 23'000 budgetiert. Der Mehraufwand von rund Fr. 14'000 im Vergleich mit dem effektiven Nettoaufwand von Fr. 37'000 ist zur Hauptsache auf die in der Gemeindeverwaltung vorgenommenen Renovationsarbeiten zurückzuführen.

RECHTSSCHUTZ - SICHERHEIT

Auch bei dieser Ausgabenposition konnten die mit Fr. 128'000 budgetierten Nettoaufwendungen unterschritten werden, indem gemäss der Jahresrechnung 2001 lediglich ein Nettoaufwand von Fr. 100'000 entstanden ist. Die Einsparungen sind im wesentlichen auf den Bereich Feuerwehr (Minderaufwand Fr. 20'000) zurückzuführen.

BILDUNG

Durch den Umstand, dass in unserer Gemeinde die Primarschule als unabhängige Gemeinde ausgestaltet ist, kommt dieser Rechnungsposition keine zahlenmässige Bedeutung zu.

KULTUR - FREIZEIT

Mit Aufwendungen von Fr. 32'000 entstand hier eine geringe Überschreitung des Voranschlagsbetrages von Fr. 31'000. Diese ist auf einen vom Gemeinderat bewilligten Sonderbeitrag von Fr. 2'500 an die Pfadi Säuliamt für ein neues Vereinsheim zurückzuführen.

GESUNDHEIT

Entgegen den budgetierten Fr. 78'000 sind hier tatsächlich Aufwendungen von Fr. 144'000 entstanden. Die Abweichung ist auf höhere Unterdeckungsbeiträge an das Bezirksspital zurückzuführen. Ausserhalb des Voranschlags wurden zudem Fr. 33'000 für beim Bezirksspital aufgrund von Gerichtsentscheiden vorzunehmende Lohnnachzahlungen an das Gesundheitspersonal für frühere Jahre als transitorische Passiven berücksichtigt.

SOZIALE WOHLFAHRT

Durch den Umstand, dass die Verbuchungsanweisungen für die Prämienverbilligung in der Krankenversicherung geändert haben, sind in dieser Aufwandgruppe die Einzelpositionen nur beschränkt mit dem Voranschlag vergleichbar. Mit tatsächlichen Nettoaufwendungen von Fr. 175'000 liegen die Nettoaufwendungen jedoch im Rahmen des Voranschlags (Fr. 200'000).

VERKEHR

Der Minderaufwand bei den für den Verkehr mit netto Fr. 113'000 budgetierten Aufwendungen - bei einem tatsächlichen Nettoaufwand von Fr. 95'000 - ist vor allem auf eine durch den milden Winter 2000/2001 bedingte Einsparung von rund 20'000 Franken bei den Kosten des Winterdienstes zurückzuführen.

UMWELT - RAUMORDNUNG

Die Bereiche „Abwasserbeseitigung„ und „Abfallbeseitigung„ müssen aufgrund der gesetzlichen Vorgaben selbsttragend sein. Dank erhöhter Siedlungsentwässerungsgebühren (Zunahme um 28% gegenüber dem Vorjahr) konnte das entsprechende Vorschusskonto mit Defiziten früherer Jahre um einen Betrag von Fr. 18'000 abgebaut werden; der Vorschuss beläuft sich Ende 2001 noch auf Fr. 34'000. Im Abfallbereich konnte ein Betrag von Fr. 18'000 in das entsprechende Spezialfinanzierungskonto eingelegt werden, das damit auf Fr. 33'000 angewachsen ist, womit das Ziel des Gemeinderates (Reserve ungefähr in Höhe eines Jahresertrages aus Benutzergebühren) bald erreicht ist. Bei den Aufwendungen für das Bestattungs- und Friedhofwesen ist vor allem durch die dem ordentlichen Unterhalt belasteten Kosten von Grabräumungen ein Mehraufwand von rund Fr. 8'600 entstanden.

VOLKSWIRTSCHAFT

Anstelle der budgetierten Nettoaufwendungen von Fr. 3'000 wird hier ein Ertragsüberschuss von Fr. 32'000 ausgewiesen. Er ist im wesentlichen auf die weit über dem Voranschlagsbetrag liegende Gewinnbeteiligung der Zürcher Kantonalbank sowie auf die Auflösung einer Rückstellung für Investitionsbeiträge zurückzuführen.

FINANZEN - STEUERN

Die Gemeindesteuern sind mit einem Nettoertrag von Fr. 823'000 erheblich höher ausgefallen als der im Voranschlag enthaltene entsprechende Betrag von Fr. 699'000. Dabei fallen vor allem die erheblichen Mehreinnahmen von Fr. 116'000 aus Steuern des Vorjahres ins Gewicht. Diese Position war einerseits aufgrund der erst 1999 erfolgten Umstellung auf Gegenwartsbesteuerung mangels Erfahrungszahlen kaum zuverlässig zu budgetieren - andererseits sind die Vorjahressteuererträge aber auch abhängig von der höchst unterschiedlichen Erledigungsquote beim kantonalen Steueramt.

Beim Finanzausgleich sind netto nur Fr. 183'000 und nicht die budgetierten Fr. 232'000 eingegangen. Dafür fielen die Kapitalerträge gegenüber dem Voranschlag um rund Fr. 15'000 höher aus.

Das Grundeigentum des Finanzvermögens verzeichnete anstelle eines budgetierten kleinen Aufwandüberschusses von Fr. 1'000 einen Ertragsüberschuss von Fr. 9'000. Dieser ist namentlich auf gegenüber den Erwartungen geringere Betriebs- und Unterhaltskosten zurückzuführen.

Die im Voranschlag mit Fr. 225'600 enthaltenen Abschreibungen erreichten in Wirklichkeit schliesslich Fr. 220'000; sie sind im Detail in der Abschreibungstabelle ausgewiesen.