Erläuterungen
zum Voranschlag 2004 der Politischen Gemeinde
Rechnung 2002 Voranschlag
2003 Voranschlag
2004
Aufwand |
Ertrag |
Aufwand |
Ertrag |
Aufwand |
Ertrag |
|
| Behörden/Verwaltung |
530'177 |
426'000 |
409000 |
|||
| Rechtsschutz/Sicherheit |
115'642 |
137'000 |
95000 |
|||
| Bildung |
4'924 |
4000 |
5000 |
|||
| Kultur/Freizeit |
48'989 |
56'000 |
30000 |
|||
| Gesundheit |
160'583 |
174000 |
179000 |
|||
| Soziale
Wohlfahrt |
152'991 |
219000 |
234000 |
|||
| Verkehr |
247'499 |
241000 |
179000 |
|||
| Umwelt/Raumordnung |
40'755 |
38000 |
54000 |
|||
| Volkswirtschaft |
4'762 |
14000 |
10000 |
|||
| Finanzen/Steuern |
1'265'169 |
993000 |
935000 |
|||
| Aufwandüberschuss |
31629 |
288000 |
240000 |
In der Laufenden Rechnung des Voranschlages 2004 resultiert
aus Aufwendungen von Fr. 2'532'000 und aus Erträgen (ohne
ordentliche Steuern) von Fr. 1'767'000 ein Aufwandüberschuss von
Fr. 765'000. Dieser soll durch einen Ertrag aus ordentlichen
Steuern von Fr. 525'000 und durch eine Entnahme aus dem
Eigenkapital von Fr. 240'000 ausgeglichen werden. Der einfache
Staatssteuerertrag (100 Prozent) wurde aufgrund der
konjunkturellen Lage mit einem gegenüber dem Vorjahr um rund
drei Prozent geringeren Betrag von Fr. 1,5 Mio budgetiert.
Allgemein ist festzuhalten, dass im Zusammenhang mit der
Erneuerung der EDV der Gemeindeverwaltung auch eine Straffung des
Kontoplans vorgenommen wird. Dies hat zur Folge, dass in den
Kontodetails gewisse aufzuhebende Konten für das Jahr 2004
keinen Voranschlagsbetrag enthalten, andere Positionen jedoch
entsprechende Erhöhungen beinhalten.
Die Artengliederung (Aufwand nach
Sachgruppen) zeigt für das Jahr 2004 aufwandseitig in den
Positionen Personalaufwand, Sachaufwand, Passivzinsen,
Abschreibungen und Interne Verrechnungen sowohl gegenüber
der Jahresrechnung 2002 als auch gegenüber dem Voranschlag 2003
Einsparungen.
Bei den "Entschädigungen an
Gemeinwesen" handelt es sich im wesentlichen um den Anteil
der Schulgüter am Steuerkraftausgleich. Hier wird mit 495'000
Franken (JR 2002: 245'067 / VA 2003 352'000) ein Mehraufwand
erwartet. Entsprechend ist aber auch ertragsseitig der
mutmassliche Steuerkraftausgleichsbeitrag des Kantons höher
budgetiert, was sich in der mit 692'000 Franken (JR 2002: 482'333
/ VA 2003: 483'000) aufgeführten Position "Anteile und
Beiträge ohne Zweckbindung" niederschlägt.
Die Erhöhung bei den mit 644'000 Franken
(JR 2002: 561'648 / VA 2003: 593'000) budgetierten
"Betriebs- und Defizitbeiträgen" gegenüber den
Aufwendungen des Jahres 2002 ist hauptsächlich auf den
Kostenanteil für das Bezirks-Zivilstandsamt (neu ab 2003) sowie
auf Zunahmen bei den Gemeindeanteilen für Bezirksspital,
Jugendsekretariat, Sozialdienst und ARA Knonau
zurückzuführen. In dieser Position sind zudem die
Sozialhilfe, Zusatzleistungen und Prämienverbilligungen
enthalten, wo ebenfalls Mehrkosten erwartet werden. In der
Abwasserrechnung wird damit gerechnet, dass eine bescheidene
Einlage in die entsprechende Spezialfinanzierung (Fr. 13'000)
möglich wird.
Ertragsseitig ist mit einem Rückgang der
Steuereinnahmen auf 739'000 Franken (JR 2002: 1'086'782 / VA
2003: 856'000) zu rechnen. Beim Vergleich mit dem Jahr 2002 ist
hier zu beachten, dass in jenem Jahr aussergewöhnlich hohe
Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuererträge zu
verzeichnen waren. Die übrigen Ertragspositionen bewegen
sich mit Ausnahme der bereits oben kommentierten Abweichung in
der Position "Anteile und Beiträge ohne Zweckbindung"
mehr oder weniger im Rahmen der effektiven Zahlen des Jahres
2002.
In der Funktionalgliederung (Aufwand nach
Aufgabenbereichen) werden im Vergleich des Voranschlags
2004 mit den effektiven Zahlen des Jahres 2002 lediglich in den
Positionen "Gesundheit" (durch die Erhöhung des
Kostenanteils für das Bezirksspital) und "Soziale
Wohlfahrt" (höhere Sozialausgaben und Erhöhung der
Kostenanteile für Jugendsekretariat und Sozialdienst)
wesentliche Aufwandzunahmen erwartet. Unter "Umwelt
und Raumordnung" ist vorsorglich ein Betrag von 15'000 für
eine allfällige Teilrevision des Zonenplans enthalten. In den
übrigen Funktionen liegen die erwarteten Aufwendungen tiefer
als die tatsächlichen Zahlen der Jahresrechnung 2002. Der
Zahlenvergleich zeigt bei der Position "Finanzen und
Steuern" - wie bereits bei der Artengliederung erläutert
einen Ertragsrückgang aufgrund allgemein niedrigerer
Erwartungen an den Ertrag aus ordentlichen Steuern und zufolge
aussergewöhnlich hoher Grundsteuern im Jahr 2002.
Investitionsrechnung
Der Voranschlag enthält in der
Investitionsrechnung Gemeindebeiträge an das Bezirksspital von
65'000, die aus dem Finanzplan des Spitals hervorgehen. Im
weiteren soll eine weitere Etappe Kanalisations-Sanierungen
(gebundene Ausgaben gemäss dem Generellen Entwässerungsprojekt
[GEP]) im Umfang von 120'000 Franken in Angriff genommen werden.
Steuerfuss
Der Gemeinderat hat zuhanden der
Gemeindeversammlung vom 1. Dezember 2003 den Voranschlag 2004
des Politischen Gemeindegutes mit einem unveränderten Steuerfuss
von 35 Prozent verabschiedet. Nachdem die beim
Oberstufen-Schulgut vorgesehene Steuerfusserhöhung um ein
Prozent durch die Primarschule kompensiert werden kann, wird
der Kappeler Gemeindesteuerfuss voraussichtlich weiterhin dem
Kantonsmittel von 112 Prozent entsprechen.