Traktandum 3

Kredit für bauliche Sanierungs-  und Anpassungsarbeiten in der

Gebär- und Wochenbettabteilung des Bezirksspitals

 

Ausgangslage

Es ist ein erklärtes Ziel, die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe als Bestandteil ei­ner umfassenden medizinischen Grundversorgung zu erhalten. Nebst dieser strategischen Aus­richtung ist es unabdingbar, die Geburtenzahl aus betriebswirtschaftlichen Überlegun­gen in­nerhalb des theoretisch möglichen Rahmens zu erhöhen. Im Durchschnitt der Jahre 1996 bis 2000 wurden - mit Wohnsitz im Bezirk Affoltern - 458 Lebendgeborene verzeichnet. 335 oder 73 % kamen in dieser Zeitspanne am BSA zur Welt. Es wäre zweifellos vermes­sen, alle Eltern von einer Geburt am BSA überzeugen zu wollen. Aber es ist durchaus rea­listisch, den Anteil zu vergrössern. Als strategisches Ziel könnte die Zahl 400 vorgegeben werden, dies entspräche einem Anteil von 87 %. Dieser Vorgabe käme die Prognose ent­gegen, dass das Knonaueramt die grösste Wachstumsregion im Kanton Zürich ist. Insbe­sondere ist auch der Zuzug junger Familien auffallend.

 

In den vergangenen Jahren betrug der Anteil der zusatzversicherten Patientinnen auf der ge­burtshilflichen Abteilung etwa 18 %, während der Anteil im gesamten stationären Be­reich bei 25 % lag. Auch hier wäre es sinnvoll, insbesondere aus der Sicht der Gemein­den, die die Unterdeckung ohne Staatsbeitrag zu finanzieren haben, ein Ziel festzulegen, nämlich bei­spielsweise Angleichung an den Wert der anderen Disziplinen.

 

Eine Massnahme zur Zielerreichung stellte die Gewinnung einer Frauenärztin als

Co-Leitende Ärztin dar. Am 1. März 2001 hat Frau Dr. Heidi Grossenbacher eine Praxis

in Affoltern a.A. eröffnet.

 

Geplante Bauarbeiten

Mit den hier beantragten baulichen Massnahmen wird beabsichtigt, die Attraktivität und damit die bauliche Infrastruktur der Geburtsabteilung zu verbessern.

 

Die letzte Sanierung geht auf das Jahr 1986 zurück; seither wurden keine Veränderungen vor­genommen. Bei einer Gegenüberstellung des Ist-Zustandes mit den zeitgemässen Er­war­tun­gen der Eltern und unserer Vorstellung für die Erreichung des strategischen Zieles, drängen sind folgende baulichen Massnahmen auf:
-    räumliche Abtrennung der Geburtsabteilung

-    Verbesserung der Platzverhältnisse

-    Behebung der unbefriedigenden akustischen Situation, die einer Wahrung der Intimsphäre für gebärende Frauen nicht zulässt

-    Anpassungen an moderne Trends in der Geburtshilfe (z.B. Gebärwanne)

-    Verlegung des Säuglingszimmers in die Nähe des Stationsbüros

-    neue farbliche Gestaltung aller Räume der Geburtsabteilung

-    verschiedene kleinere Anpassungen

 

Realisierung

Die Realisierung dieser Sanierungs- und Anpassungsarbeiten soll während des 1. Se­mesters 2003 erfolgen. Die Spitalleitung ist sich bewusst, dass die Umtriebe (Lärm, Staub, Umwege, Provisorien, etc.) zeitweise sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch für die Mitar­beiterinnen und Mitarbeiter sehr einschneidend sein werden.

 

Ein möglicher Ablauf wäre:

1. Neugestaltung Säuglingszimmer

2. Gebärabteilung Süd

3. Gebärabteilung Nord

 

Kostenvoranschlag

Wie eingangs erwähnt hat die Betriebskommission am 21. Juni 2001 einem Projektie­rungskredit von Fr. 30'000 für bauliche Sofortmassnahmen zugestimmt. Im Rahmen die­ses Kredites hat der Architekt einen detaillierten Kostenvoranschlag erarbeitet.

 

Zusammenfassung:

 

21.    Rohbau 1                                                      Fr.  18'000

22.    Rohbau 2                                                      Fr.     3'500

23.    Elektroanlagen                                             Fr.  28'500

25.    Sanitäranlagen                                             Fr.  34'000

27.    Ausbau 1                                                      Fr.  89'500

28.    Ausbau 2                                                      Fr.  42'700

29.    Honorare                                                       Fr.  70'900

51.    Bewilligungen, Gebühren                            Fr.     2'000

52.    Muster, Modelle, Vervielfältigungen           Fr.     3'500

53.    Versicherungen                                            Fr.        700

54.    Finanzierung ab Baubeginn                       Fr.     2'500

56.    Übrige Baunebenkosten                             Fr.     2'000

6.      Reserve (ca. 5 % von BKP 2)                    Fr.  18'000

90.    Möbel                                                            Fr.  58'100

92.    Textilien                                                         Fr.  12'200

94.    Kleininventar                                                 Fr.     3'500

 

Total   (Kostendach)                                              Fr. 389'600

 

Finanzierung

Die Abteilung Gynäkologie/Geburtshilfe wird durch die Gemeinden allein finanziert, da sie nicht staatsbeitragsberechtigt ist. In solchen Fällen liegt die Maximalkompetenz der Be­triebskom­mission bei Fr. 30'000 und der Delegiertenversammlung bei Fr. 250'000. Des­halb muss der Antrag den Trägergemeinden unterbreitet werden.

 

Die Kosten werden den Gemeinden im Laufe des Jahres 2003 belastet.

 

*) gemäss berichtigte absolute Steuerkraft 2001

 

Die endgültige prozentuale Vertei­lung erfolgt aufgrund der Bauabrech­nung, nach der letztbekannten, berichtigten absoluten Steuerkraft (Zweckverbands-Statuten Art. 20, Absatz a.).

 

 

Verteiler auf die Gemeinden *):

 

Aeugst a.A.                             4.54 %                   Fr.  17'682

Affoltern a.A.                         21.84 %                   Fr.  85'077

Bonstetten                               7.74 %                   Fr.  30'170

Hausen a.A.                            6.71 %                   Fr.  26'124

Hedingen                                 6.68 %                   Fr.  26'025

Kappel a.A.                             2.19 %                   Fr.     8'535

Knonau                                    3.56 %                   Fr.  13'875

Maschwanden                        1.49 %                   Fr.     5'797

Mettmenstetten                       8.12 %                   Fr.  31'621

Obfelden                                  8.56 %                   Fr.  33'360

Ottenbach                                5.16 %                   Fr.  20'122

Rifferswil                                  1.93 %                   Fr.     7'504

Stallikon                                   8.30 %                   Fr.  32'338

Wettswil a.A.                         13.19 %                   Fr.  51'371

 

T o t a l                                100.00 %                   Fr. 389'600

 

Die Rechnungsprüfungskommission des Bezirksspitals hat den Kreditantrag geprüft und der Delegiertenversammlung die Zustimmung beantragt.

 

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